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Silberner SamstagEs war der Höhepunkt in ihrem bisherigen Sportlerleben: ein Mal mit den Besten von ganz Sachsen-Anhalt um die Wette kämpfen, sich ein Mal mit hundert anderen Kindern auf der Matte tummeln und, wenn möglich, ein Mal ganz oben stehen. Diesen Traum ihrer ersten Landeseinzelmeisterschaft verwirklichten sich eine Handvoll Judo-Kids vom PSV Merseburg, als sie am Samstag zur LEM U 10 nach Wanzleben reisten. Vorbereitet vom Trainerteam um Bernd Güttel, Mirko Seiffert und Volker Veit und an diesem Tage betreut durch Veit und Nachwuchsübungsleiter Alexander Hahn, wurden die Fünf denn auch allen Erwartungen mehr als gerecht. Am Ende nämlich standen drei Vizelandesmeistertitel, eine Bronzemedaille und ein guter Rang fünf zu Buche.

An der Mädchenfront trumpfte Annette Hahn in ihrem Premierenjahr in dieser Altersklasse groß auf. Angefeuert von ihrem Bruder Alexander konnte sie sich mit drei Siegen bis in das Finale vorkämpfen, ehe sie ihrer um ein Jahr älteren Gegnerin nur knapp unterlag. „Dafür, dass sie bei der Bezirksmeisterschaft vor wenigen Wochen noch recht klar gegen diese Gegnerin verloren hat, hat sie jetzt echt super gekämpft", konstatierte denn auch Volker Veit. Ebenfalls Silber gewann Daniel Gutorov, der, obwohl ebenfalls in seinem ersten Wettkampfjahr, gar nicht aufgeregt zu sein schien und zwei Siege bei nur einer Niederlage einfuhr. Das silberne Trio komplett machte Stan-Luca Schmidt, der sein Finale nur knapp nach Kampfrichterentscheid verlor. Etwas Pech hatte David Bender: Unter fünf Kontrahenten in seiner Gewichtsklasse hatten die ersten drei jeweils drei Siege und eine Niederlage aufzuweisen, wobei David allerdings die schlechteren Unterpunkte hatte und somit Dritter wurde. Letztlich Tim Fritzsche erwischte harte Brocken in seiner Gewichtsklasse. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen wurde er trotz guter Leistung Fünfter.

Zur Belohnung gab es dann noch Top-Judo zu sehen, als Volker Veit mit der Meute nach Halle fuhr, um den dortigen Zweitligakampf zwischen dem SV Halle und Samurai Offenbach anzuschauen. Gleich 30 Merseburger Judoka, Eltern und Aktive warteten schon in Halle um den SV Halle zu Unterstützen. Da konnten die jungen und auch alten Judokas ihre Vorbilder mal live bestaunen und sich den einen oder anderen Trick abschauen.