Auf dem harten Boden der Judorealität Drucken

Vor gut zwei Wochen war alles besser: Bei der Landesmeisterschaft der Altersklasse U 17 nämlich landeten Franz Weihs und Nico Beyer noch als Dritte auf dem Podest, Alexander Hahn kämpfte sich sogar bis in das Finale vor und wurde letztendlich Zweiter der Klasse bis 60 kg. Auch Andrea Veit wurde Vizelandesmeisterin. Jetzt aber bei der Mitteldeutschen Meisterschaft in Schmölln am Samstag wurden die Kämpfer vom PSV Merseburg auf den harten Boden der Judorealität zurückgeholt: Keiner des Quartetts konnte sich in die Siegerlisten eintragen. Am besten von allen präsentierte sich noch Franz Weihs im 73-kg-Limit. Nach einer Auftaktniederlage gegen den späteren Sieger Daniel Herbst vom JC Leipzig konnte er in der Trostrunde zwei Mal siegreich die Matte verlassen. Durch zwei schöne Kontertechniken, bei denen er gekonnt einen Angriff des Gegners – wie es das Judo-Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ illustriert – ausnutzte, gewann er jeweils vorzeitig. Im Trostrundenfinale aber verlor er erneut und wurde somit am Ende Siebter. Alle anderen PSV-Judokas konnten keine Siege verbuchen oder schieden verletzt aus.